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Mode-, Farb- und Stilberatung
Der Forumstitel sagt, um was es hier geht.


Was macht ein Kostümchen aus?

Mode-, Farb- und Stilberatung


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  #1  
Alt 12.07.2009, 21:46
Benutzerbild von cochlea
cochlea cochlea ist offline
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Was macht ein Kostümchen aus?

Hallo rundum (wo ist eigentlich Isebill?),

vorerst ist es nur in der Witzelphase und ganz harmlos: Wer weiß, wann es so weit ist, dass ich im Kostümchen antanze …

Aber, hm, irgendwie beschäftigt mich das schon.
Was macht ein Kostümchen eigentlich aus? Rock, Bluse, Jacke finde ich ziemlich streng (bis bieder); bei einem Top als Oberteil finde ich, dass sich die businessmäßige Strenge und gewollter Sex-Appeal auf ganz merkwürdige Art reiben (sollen sie wohl auch) – weiß ich nicht, ob ich mir das antun mag. Vielleicht bin ich grad auch (unentschlossen) komisch. Spontan denke ich, dass ich mich in einem Etuikleid wohler fühlen würde. Mit Kostümjacke – geht das? Oder geht sowas „überhaupt nicht“?

Nicht, dass mich „geht“ oder „geht überhaupt nicht“ je besonders beeindruckt hätte, aber ich glaube, an diesem Punkt würde ich die Regeln gerne genauer kennen, die ich gegebenenfalls übertrete …

Los, her mit euren Meinungen!
Schönen Dank schonmal
Cochlea
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  #2  
Alt 12.07.2009, 22:17
anonymus
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AW: Was macht ein Kostümchen aus?

Die wenigsten Kostüme haben einen Blazer als Jacke. Die meisten Jacken sind anders geschnitten.

Ich persönlich finde auch, dass ein Blazer als Kostümjacke gar nicht geht. Das ist viel zu streng. Nun mag ich doppenreihige Jacken sowieso nicht, aber zum Rock noch weniger...

Es gibt so viele andere Jackenformen als gerade Blazer!
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  #3  
Alt 12.07.2009, 22:23
anonymus
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AW: Was macht ein Kostümchen aus?

Ach so, noch einmal zu Deiner Frage:
Etuikleid und kurze Jacke sind doch eine ganz klassische Kombination. Wenn's aus einem Stoff ist, nennt man das 'Ensemble'.
Für den Job bevorzuge ich ja Kostüme, aber eigentlich nur, weil es gast keine Etuikleider mit Ärmelchen gibt (wenn jemand einen coolen Schnitt dafür hat: immer her damit), und ärmellos finde ich im Kob umpassend.
Privat hingegen, d.h. für irgendwelche Feiern, finde ich ein Ensemble wieder besser als ein Kostüm, weil es einfach mehr 'aus einem Guss' ist.
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  #4  
Alt 12.07.2009, 23:33
Benutzerbild von Capricorna
Capricorna Capricorna ist offline
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AW: Was macht ein Kostümchen aus?

Hm,

ganz klassisch ist ein Kostüm die Kombi aus Rock und Jacke ; früher wurden nur Blusen dazu getragen, aber ein schickes Shirt dazu würde ich jetzt nicht (mehr) als "Regelverstoß" empfinden.

Wobei ich jetzt außer Frauen in klassischen Berufen, wie z.B. Bank, Anwalt, etc. oder sehr hohen Chefsekretärinnen selten jemanden sehe, der wirklich immer nur so und nicht anders rumläuft. (Im Rock sowieso nicht; heutzutage ist die Kombi mit einer Hose als Anzug doch viel geläufiger, habe ich den Eindruck.)

Die Stilberater sind sich jedenfalls einig, dass ein Kragen und bedeckte Arme (und Knie) in klassischen, gedeckten Farben dazu beitragen, dass man Autorität ausstrahlt; deswegen ist ein Kostüm in dieser Hinsicht recht "praktisch". Wenn es dir darauf ankommt, sollte deine Kleidung z.B. diese Anforderungen erfüllen, aber die konkrete Ausgestaltung bleibt einem heute doch idR stärker selbst überlassen. Bei der Farbwahl kann einem eine Farbberatung helfen (nicht jedem steht schwarz oder marine), Kragen können verschieden geschnitten sein, auch Ärmel, und mit Mustern und Stoffen kann man auch spielen.

In welchem Beruf arbeitest du denn, dass du glaubst, du würdest irgendwann immer so rumlaufen (müssen)? - Mir ist das Ziel deiner Fragestellung etwas unklar; möchtest du dich allgemein schicker anziehen, bist du beruflich dazu "gezwungen" oder was ist der Hintergrund deiner Frage?

Liebe Grüße
Kerstin
__________________
Liebe Grüße,
Kerstin

--
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Stoffbestand: zuviel
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  #5  
Alt 13.07.2009, 02:07
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rightguy rightguy ist offline
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AW: Was macht ein Kostümchen aus?

Hi!

Was ist ein Kostüm?
Im eigentlichen Sinne ist ein Kostüm das Pendant zum Herrenanzug:
Jacke und Rock als zusammenhängendes Etwas, bei dem man die Jacke ausziehen kann, ohne unbekleidet - also noch angezogen - dasteht.
Die Jacke ist normalerweise so gestaltet, daß sie eindeutig weggelegt werden kann, ohne daß der Betrachter den Eindruck hat, sie sei innen nicht oder nur
unzureichend vollendet. Nähte und Kanten sind also im klassischen Sinne immer eher durch ein Futter oder durch eingefaßte und sauber abgeschlossene Versäuberungstechniken (paspeliert, franz. Nähte, Kappnähte , Halbfutter, etc.) tageslichttäuglich gemacht.
Ursprünglich waren Rock und Jacke aus dem selben Stoff, aber auch Composés kamen dazu und werden immer wieder gezeigt und getragen.
Kostüme können verschiedenste Formen haben. Bestes Beispiel:
Miss Marple
Die kennen wir in zweireihigm Blazer mit Spitzfacon und Faltenrock in Wadenlänge, Goldknöpfe auf dunklem Grund (wohl d.blau) machen daraus eindeutig ein Kostüm im Marinestil.
Miss Marple wackelt aber auch durch Milchester um Spenden zu sammeln:
Die Britin trägt sportlichen Tweed, die Jacke einreihig mit drei Knöfen und mit Längsteilungsnähten auf die beleibte Figur geschneidert, der Rock bequem gerade in schicklicher, kniebedeckter Länge mit praktischem Gehschlitz oder mit vorderer Golffalte. Oxford-Karo macht den Landlady-look perfekt.
Ein ähnliches Kostüm trägt sie zu Pferde, hier allerdings aus dunklem Tuch mit weitem, langem, asymmetrischem Reitrock. Der Blazer hat vorn stärker abgerundete Abstiche und einen hohen Rückenschlitz, perfekt um aufrecht im Sattel zu sitzen. Samtkragen und -knöpfe veredeln das Outfit zu einem standesgemäßen Gesellschaftskostüm für den Auftritt in entsprechendem Umfeld.
Immer kann sie die Jacke getrost ausziehen und macht auch in der darunter getragenen Bluse einen 'angezogenen' Eindruck.
Bei 'Kostüm' denke ich auch immer gleich an Coco Chanel:
Ihre femininen Tweedkostüme waren eigentlich Vorreiter für den Look insgesamt. Federleichte Stoffe mit grober Optik, in sanften oder stark kontrastierenden Musterungen zu betont schlichten, sehr körpernahen Schnitten in femininer Silhouette markierten einen neuen weiblichen Stil, der in seiner Sachlichkeit und der kontrastierenden Kombination mit dekorativen, fast übertrieben femininen Accesoires heute noch DEN Chanel-Look ausmacht.
Blenden, Fransen, Paspelierungen oft in kontrastierenden Unis oder entgegengesetzter Musterrichtung unterstreichen die sehr schlichte Schnitt- und Linienführung, die oft aus kragenlosen, hüftlangen und schanken Jacken mit schmalen Ärmeln und einem geraden Rock (ursprünglich kniebedeckt!)besteht, zusätzlich. Der beinahe komplette Verzicht auf steife Einlagen und Polster läßt das Kostüm bei aller Strenge und Schlichtheit leicht, fließend und sehr weiblich erscheinen.
Aber auch die vierziger und fünziger Jahre hatten ihre typischen Kostümvarianten: Nach den extrem kastigen Blazertypen mit knappen Röcken aus den Kriegsjahren hat Christian Dior schließlich mit einem Kostüm (Zweifarbig!!!!!) den New-Look eingeläutet. In die Modegeschichte ist hier seine fast corsett-schmal taillierte, kleine Kostümjacke mit wippendem, fast tellerweitem Rock eingegangen. Die Sanduhr-Silhouette mit der wiederentdeckten Weiblichkeit samt Wespentaille war geboren und brachte den Glamour und Luxus mit verschwenderischem Stoffverbrauch zurück aufs modische Parkett.
Doris Day im 'Mann der zuviel wußte' und Kim Nowak in 'Vertigo' werden von Hitchcock in den späteren Fifties jeweils im fast identischen Kostüm durch die Handlungen gehetzt: Hier ist es der messerscharf geschnittene Pencil-Skirt in Wadenlänge mit kleiner, einreihiger, extrem taillierter Jacke in knapper Hüftlänge mit kleinem Revers und engen Ärmeln. Das Ganze in feinem, fast strengem grauen Woll-Fíl-a-Fíl. Das Kostüm eng und weiblich, der Stoff fast wie der eines Herrenanzugs. Mit den entsprechenden -damals üblichen- Unterpanzern und den hochhackigen Pumps trippeln die Lady's betont kurvig und feminin-'hilflos' durch den damaligen Männer- und Zeitgeschmack. (Sexy UND züchtig, aber kaum beweglich!)
Wie dem Alles auch sei, ein Kostüm kann die VERSCHIEDENSTEN Optiken haben: Ob Leinenlook im Kolonialstil, Brit-Chic in Harris-Tweed, Marine-Optik in Gabardine mit Goldknöpfen, Businessoutfit im Blazerstil, Präsidentengattin in Leuchtfarbe und Wollcrépe mit dreireihiger Perlenkette, ob Abendoutfit in Duchesse mit kleinem, schmalen Rock und Schößchenjäckchen mit Schmuckknöpfen, ob Gehrock und Rock in einheitlicher Länge oder Nehru-Jacke mit Stehkragen und passendem lagem Wickelrock - die Gemeinsamkeiten sind, daß ein Kostüm die Trägern komplett anzieht. Eine Bluse oder ein Shirt darunter ermöglichen immer das Weglegen der perfekt innenverabeiteten Jacke.
DAS ALLES GILT ZUNEHMEND ODER SOGAR GLEICHSAM MITTLERWEILE AUCH FÜR HOSENANZÜGE, DIE BEI DEN TATSÄCHLICHEN VERKÄUFEN LÄNGST EINEN HÖHEREN MARKTANTEIL ERREICHT HABEN. (Im englischen Sprachgebrauch heißt beides übrigens gleich: suit!)
Nicht zu verwechseln mit einem Kostüm ist ein zweiteiliges Kleid:
DAS unterscheidet sich einerseits durch seinen eher weniger 'angezogenen' Look, der sich meist durch leichtere Stoffe ergibt. Andererseits durch die schlichtere Innenverarbeitung, Nähte und Kanten werden eher wie bei einer Bluse, also weniger zum 'hinschauen' gearbeitet. Häufig sind sie sogar komplett ungefüttert. Einlagen und Frontfixierungen fallen deutlich leichter aus oder fehlen gänzlich.
Die Grenzen zwischen Beiden sind allerdings fließend und vermischen oder ergänzen sich immer wieder.
Ähnliche Erscheinungsbilder sind Kleid-Jacken-Ensembles, die je nach Zweck
eine eher kleid-oder kostümartige Verarbeitung haben können, und andere Mehrteiler, die auch mehr oder weniger aufwendig durchkonfektioniert ausfallen können. Auch hier gilt, daß die Schnittformen äußerst vielfältig und die Stile so variantenreich wie die Mode selbst erscheinen können. So ziemlich für jeden Geschmack oder Anlass sind Vorschläge und Lösungen möglich.

(Habe beides - Kostüme und Kleider - jahrelang für ein renommiertes Modehaus mitentwickelt, eingekauft und bewirtschaftet.)
Grüß Euch,
Martin

Geändert von rightguy (13.07.2009 um 03:47 Uhr)
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