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Osterkörbchen - eine Anleitung

aus der Redaktion


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  #1  
Alt 27.03.2018, 21:09
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elkaS elkaS ist offline
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Osterkörbchen - eine Anleitung


Osternest
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Alle Jahre wieder stellt sich die Frage nach Mitbringseln zu Ostern bzw. deren Verpackung. Also hab ich in den letzten Tagen mal die Google-Bildersuche nach Inspirationen bemüht und bin über so blütenförmige Körbchen gestolpert. Die Idee des geformten Randes gefiel mir gut genug, um meinen Kopf zu der Frage anzustrengen, wie man das umsetzt. Das Ergebnis der Überlegungen findet ihr weiter unten.


Mein fertiges Körbchen hab ich der Einfachheit halber mit Deko-Dingen befüllt, die schon da waren. Die Entstehung des Hasen und der Eier habe ich vor ein paar Jahren schon mal zum gleichen Anlass hier vorgestellt.


Auf Naganos Hasen-WIP sei bei der Gelegenheit auch noch einmal verwiesen.


Und wer keine Zeit mehr für genähte Osterkörbchen hat, kann sich nochmal die ganz schnelle Variante hier anschauen.





Jetzt aber zu dem Körbchen. Schnitt erstellen und nähen. So geht's:





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Als Ausgangsgröße habe ich ein rundes Origami-Faltpapier mit 15 cm Durchmesser genommen, weil ich das gerade da hatte. Ohne verfügbares rundes Papier muss man zu Beginn einen Kreis mit dem gewünschten Durchmesser des Körbchenbodens zeichnen; z.B. mittels eines Haushaltsgegenstandes als Schablone. Teller, Tassen und Schüsseln hat man ja meistens in verschiedenen Größen da, so dass sich irgendwas passendes findet. Oder man nimmt einen Zirkel, wenn man einen hat.

Wenn man einen Zirkel benutzt hat, weiß man schon, wo der Mittelpunkt des Kreises ist. Wenn nicht, faltet man das Papier einmal Halbrund auf Halbrund und dann die Hälfte zu einem Viertel, klappt es wieder auf, markiert den Kreuzungspunkt der Faltlinien und zieht den Durchmesser einmal nach, damit es genau wird.

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Dann drittelt man vom Mittelpunkt aus die Hälften des Kreises, um den Kreis zu sechsteln. Ich benutze dazu einen im Schulbedarf gängigen Winkelmesser, setze in jeder Hälfte je eine Markierung bei 60 und 120 Grad und ziehe jeweils eine Linie hindurch.

(Wenn man keinen Winkelmesser zur Hand hat, kann man den Kreis auch achteln, indem man ihn dreimal faltet, zuerst zur Hälfte, dann die Hälfte zum Viertel und das Viertel zum Achtel. Die weitere Anleitung kann man auch auf diese Aufteilung anwenden, muss aber beachten, dass man dann jeweils acht Teile zuschneiden muss, nicht nur sechs.)

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Für die weitere Bearbeitung klebe ich den Kreis links auf ein DIN A4-Blatt Tonkarton. (80g-Papier geht auch, dann ist das fertige Schnittmusterteil weniger stabil.) Parallel zum Durchmesser ziehe ich durch die Endpunkte des linken und des rechten Drittels jeweils eine Linie, die ich nach rechts so weit verlängere, wie nachher ungefähr die Seitenhöhe meines Körbchens sein soll. Ich habe hier genutzt, was DIN A4 hergibt.

Am Ende der Linien habe ich freihändig die Bogenkante gezeichnet, die ich für die Oberkante des Körbchens brauche. An den Ansatz des Bogens sollte man Passzeichen anbringen, die man nachher beim Zuschnitt auf den Stoff übertragen kann. Diese Zeichen markieren nämlich das genaue Ende der späteren Nähte und sind wichtig, weil das Verstürzen der Bogenkante nur dann gut funktioniert, wenn man an diesen Stellen exakt arbeitet.

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Das schraffierte Teil ist unser fertiges Schnittmuster. Das schneiden wir aus. Den Rest brauchen wir nicht mehr.

Stoffe kann man ganz nach Belieben einsetzen. Man muss nur darauf achten, dass das Körbchen am Ende Stand haben soll und die Stoffe entsprechend verstärken. Ich verwende hier recht dünne Baumwoll-Webware, die ich vorher mit Vlieseline H250 bebügelt habe. Volumenvlies eignet sich wahrscheinlich auch gut. Davon hatte ich aber nicht mehr genug da, deshalb musste es für dieses UWYH-Projekt H250 tun.

Es folgt der Zuschnitt. Ich schneide 1 cm Nahtzugabe an.

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Für die Innenseite habe ich sechs Teile aus demselben Stoff zugeschnitten, für die Außenseite sechs Teile aus drei verschiedenen Stoffen. Verstärkt habe ich sowohl den Stoff für außen als auch den für innen.

Dann geht es ans Zusammensetzen. Und jetzt kommt es auf die Passzeichen an und darauf, dass man nicht über die Markierung hinaus näht. Beim Zusammenähen der Teile rechts auf rechts starte ich deshalb am Passzeichen und zähle die Stiche mit, weil ich am Nahtbeginn zur Sicherung erst vor und dann nochmal zurück und wieder vor nähe. Wenn man seine Maschine kennt, weiß man, wann man den Rückwärtsknopf loslassen muss, damit man nicht zu weit zurück näht.

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Sobald die ersten beiden Teile an einer Seite verbunden sind, schneide ich an der Außenecke die Nahtzugabe ein bzw. ein Stück heraus, damit sich das Teil an der Stelle nachher gut formen lässt.

Dann muss die Nahtzugabe an der spitzen Ecke auseinandergebügelt werden, bevor das nächste Teil angesetzt wird.

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Für das Außenkörbchen setze ich jeweils drei Teile zusammen und nähe dann mit einer durchgehenden Naht von einem Passzeichen zum anderen die beiden Hälften rechts auf rechts zusammen. Wenn man die Hälften jeweils passend in Form drückt, geht das noch ganz gut.

Schwierig wird das Ausbügeln der letzten Naht, wenn man keine irgendwie geartete Bügelhilfe hat, über die man das Körbchen drüberstülpen kann. Ich habe z.B. nur einen Bügelhandschuh. Der lässt sich aber so knicken, dass man ihn für diesen Zweck ganz gut benutzen kann.

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Das Innenkörbchen setze ich ebenso zusammen, lasse aber beim Zusammensetzen der beiden Hälften eine Wendeöffnung.

Dann stülpe ich die beiden Körbchen rechts auf rechts ineinander und stecke die Oberkanten mit Stecknadeln zusammen.
zwei weitere Löcher in die Zwischenräume stanzen
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Zeit für den Freiarm. Abgesehen von meiner persönlichen Vorliebe für den Freiarm ist er hier auch wirklich gegenüber dem Nähfuß als sog. kleinstem Freiarm der Welt im Vorteil, weil wir hier passgenau mit dem Füßchen in die Ecke zwischen den Bögen reinnähen müssen. Da freut man sich über jeden Stofffitzel, der nicht zwischen Haube und Nähfuß den Weg und die Sicht versperrt.

Ich nähe hier jeden Bogen einzeln von einem Passzeichen zum anderen, immer so, dass die Naht genau an den Verbindungsnähten der Sechstel beginnt und endet. Dafür muss man am Nahtbeginn jeweils die Nahtzugaben des gerade zu bearbeitenden Sechstels aufklappen und auf die Seite der angrenzenden Nahtzugaben legen.

Natürlich nähen wir nicht über Stecknadeln, sondern ziehen die raus, bevor sie unter dem Nähfuß verschwinden.

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Nachdem das rundrum geschafft ist, schneide ich wie oben schonmal an den Verbindungsnähten der Sechstel noch an den Bogenansätzen Ecken aus der Nahtzugabe. Die Nahtzugaben an den Bögen selbst schneide ich in Zentimeterabständen ein. Man kann die Nahtzugaben alternativ auch auf ein knappes Maß zurückschneiden oder sie etwas zurück- und einschneiden. Es kommt nur drauf an, dass sich die Bögen nachher gut ausformen lassen, ohne bei zu knapper Nahtzugabe auszufransen. Wobei die Gefahr des Ausfransens bei mit Einlage bebügeltem Stoff nicht so groß ist.

Wenn die Nahtzugaben fertig bearbeitet sind, wendet man das Körbchen durch die noch teilweise offene Naht im Innenkörbchen.

    (c) elkaS, Klick für Großansicht

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Ich hatte die Wendeöffnung ursprünglich recht großzügig bemessen, so dass auch die Ecke, an der die Nahtzugabe ausgeschnitten werden muss, noch offen war. Das war zum Schließen der Naht von außen natürlich nicht so praktisch. Also habe ich die Öffnung vor dem Wenden noch um die Ecke herum geschlossen und die Nahtzugabe eingeschnitten. Die verbleibende kleine Öffnung hat zum Wenden auch gereicht.

Jetzt formt man durch die Wendeöffnung die Bögen aus. Am besten bügelt man das alles bei der Gelegenheit bereits schön aus, bevor man die Wendeöffnung schließt.
zwei weitere Löcher in die Zwischenräume stanzen
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Schließen der Wendeöffnung für Faule mit der Maschine: Einfach an der Stelle, an der die Naht offen ist, von rechts knappkantig drübernähen. Guckt ja keiner ins Innere vom Osterkörbchen.

Wer es unsichtbar haben möchte, weil man z.B. dann auch das Innere nach außen stülpen und das Körbchen beidseitig verwenden kann, näht die Wendeöffnung mit Matratzenstich von Hand zu.

Alles noch mal schön über den Handschuh bügeln, die Bögen nach außen falten, fertig.

Ich überlege, ob ich noch einen Tragegriff anbringe. In der Oberkante wollte ich keinen mitfassen, weil man dann die Bögen nicht mehr nach außen klappen kann. Man könnte aber durchaus einen Schlauch nähen, wenden, bügeln und den innen anbringen, aber für die Stabilität trotzdem komplett durch die Körbchenwand und von außen einen dekorativen Knopf gegennähen. Vielleicht mach ich das noch.

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Grüße
Kati
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  #2  
Alt 27.03.2018, 22:23
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haniah haniah ist offline
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AW: Osterkörbchen - eine Anleitung

Ich möchte mal Danke sagen. Was für eine tolle Umsetzung! Und dass Du Dir das so ausbaldowert hast, wie das wohl gehen könnte mit dem Körbchen

Mir fehlt da das räumliche Vorstellungsvermögen, glaube ich. Deshalb sitze ich hier und staune und finde das einfach toll.

Danke für's Zeigen!

Viele Grüße, haniah
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  #3  
Alt 27.03.2018, 22:48
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Ich möchte mal Danke sagen. Was für eine tolle Umsetzung! Und dass Du Dir das so ausbaldowert hast, wie das wohl gehen könnte mit dem Körbchen

Mir fehlt da das räumliche Vorstellungsvermögen, glaube ich. Deshalb sitze ich hier und staune und finde das einfach toll.

Danke für's Zeigen!

Viele Grüße, haniah
Danke Katja
Du hast das sooo gut und schön formuliert, dem möchte ich mich vollumfänglich anschliessen
Herzliche Grüße aus dem Schwarzwald Christiane

PS wer eine schnelle Variante arbeiten möchte und eventuell noch Kinder zum Basteln hat kann auch hier fündig werden
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Wer sich bewegen will sucht Wege, wer stehen bleibt sucht Gründe.
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  #4  
Alt 27.03.2018, 22:49
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Danke Katja
Du hast das sooo gut und schön formuliert, dem möchte ich mich vollumfänglich anschliessen
Herzliche Grüße aus dem Schwarzwald Christiane

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  #5  
Alt 28.03.2018, 06:54
Jettel Jettel ist offline
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AW: Osterkörbchen - eine Anleitung

Vielen Dank
Einen sehr schöne Idee und Anleitung
LG Gisela
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Stichworte
anleitung , körbchen , osterkörbchen , ostern

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