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Freud und Leid

Man braucht einen Rat, Hilfe, Schulter zum Anlehnen, Ecke zum Frustablassen und üüüberhaupt - teilt man hier Freud und Leid in der Gemeinschaft, in der man sich wohl fühlt. Denkt aber immer daran - lesbar ist auch dieses Forum für den Rest der Welt.


Stadt "muss" mal wieder sparen: Auf Kosten von Schulkindern!

Freud und Leid


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  #1  
Alt 27.10.2005, 13:17
Benutzerbild von Emaranda
Emaranda Emaranda ist offline
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Stadt "muss" mal wieder sparen: Auf Kosten von Schulkindern!

Hallo Ihr Lieben,

mir geht ja gerade sowas von die Hutschnur hoch!

Und zwar ist gegenüber dem Haus in dem ich wohne eine recht gut besuchte Grundschule, auf die ich auch gegangen bin. Diese liegt an einer viel befahrenen Hauptstrasse, die auch gleichzeitig noch die Haupteinkaufsstrasse ist, tagsüber Busse, LKW´s und der übliche Verkehr. Diese Strasse ist zudem noch recht eng und an beiden Seiten wird geparkt. Sprich, wenn sich ein LKW und ein Bus entgegenkommen, geht gar nichts mehr, was so ca. stündlich vorkommt. Ca. 60 m weiter sind rechts und links noch jeweils recht unübersichtliche Kreuzungen, wovon eine am Ortsaus- bzw. Eingang liegt (dementsprechend wird da durch gebrettert) und die Andere von der Bushaltestelle "versperrt" wird und es ist auch noch ein Bahnübergang dabei und zwei Zebrastreifen.

Seit Jahren schon, auch während meiner Schulzeit in der übrigens an der Ampel und an der Kreuzug jeweils ein Kind überfahren worden ist, von den Angefahrenen ganz zu schweigen, will die Stadt die Ampel entfernen, aus Kostengründen. Die Begründung ist übrigens das niedrige Verkehrsaufkommen. Aber natürlich, kommt halt ganz drauf an, wann die Autos gezählt worden sind. Um 20.00 Uhr ist in der Tat nicht viel los. Bis jetzt steht die Ampel noch, aber ich frage mich wie lange, da die Stadt wohl Nägel mit Köpfen machen will. An die Kreuzug vom Ortseingang soll dann ein Kreisverkerhr hin, der für Schulkinder an einen Ortseingang ja auch sowas von sicher ist. Auf den Vorschlag hin, die Ampel doch ab z.B. 15 Uhr abzustellen, geht die Stadt nicht ein, da es nichts bringen würde. Klar, einen grossen Kreisverkehr bekommt man ja an jeder Ecke für 1,50 Euro. Und ausserdem muss ja Geld eingespart werden um z.B. Filmprojekte im Ausland zu finanzieren, der Kultur wegen. Wobei ich nichts gegen Filmprojekte im Ausland habe, nur ist mir die Logik nicht ganz ersichtlich. Um es mal sarkastisch auszudrücken: Wenn alle Kinder überfahren werden, ist irgendwann niemand mehr da, der sich dann diese tollen Filme anschauen kann.

Heute war zumindest ein Team von logo da und hat einen Bericht gedreht, ein Stadtfuzzi war auch dabei, aber leider konnte ich am Fenster nicht lauschen, weil der Lärm der Autos so laut war. Ich fürchte aber, dass sich die Stadt nicht von ihrem Vorhaben abbringen lässt, egal was da gesagt worden ist, dafür ist einfach schon zu viel vermessen worden in den letzten Wochen.

Viele Grüsse,

Ulrike
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  #2  
Alt 27.10.2005, 13:44
Calamitylilly Calamitylilly ist offline
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Ort: München, Zürich, nein: Wallisellen
Beiträge: 15.032
AW: Stadt "muss" mal wieder sparen: Auf Kosten von Schulkindern!

Oh Graus!!!!
Gibts bei euch keinen Stadtteil-Vertreter oder sowas?
Die haben auch noch ein Wörtchen mitzureden,
muß es dann nicht auch noch ein öffentliches Anhörungsverfahren oder so geben???
Einwohnerversammlung?
Den Kreisverkehr könne sie ja bauen, weil ja gespart werden muß *tolle logik*
aber nicht ohne entsprechende Sicherheitsmaßnahmen für Kinder

Schulkindersicherheit ist doch aber in den letzten jahren/Jahrzehnten groß geschrieben worden??? Zumindest dort, wo ich gewohnt habe

Viel Erfolg,
Lilly
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Nicht die prachtvollen Segel sind es, die das Schiff treiben; es ist der unsichtbare Wind.
Dixon, 1866 - 1946
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  #3  
Alt 27.10.2005, 14:32
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ULME ULME ist offline
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AW: Stadt "muss" mal wieder sparen: Auf Kosten von Schulkindern!

Hallo,

das nennt man wohl "Duplizität der Ereignisse"....

Ich habe vor einigen Jahren einen ziemlichen Wirbel veranstaltet wegen der Ampelschaltung an unserer Straße. Diese Straße ist die Hauptstraße Langens in der West-Ost-Richtung und wirklich stark befahren. Irgendwann ist man auf die Idee gekommen, die Ampelschaltung zu ändern und seitdem müssen die Fußgänger zur gleichen Zeit gehen zu der abbiegende Verkehr auf die Hauptstraße fahren darf. Erschwerend kommt hinzu, dass die Autofahrer aus der einen Straße schon eine gewisse Geschwindigkeit haben, wenn sie in den Fußgängerbereich kommen und die aus der gegenüberliegenden Straße Kommenden schießen ohnehin oft halb blind um die Ecke, da sich dort einen Mauer befindet und sie gar nicht sehen können, ob da noch irgendetwas Lebendiges existiert (wohl aber sehen sie die auf rot umschaltende Ampel und wollen sie noch schnell passieren). Die Fußgängerampel ist eine Bedarfsampel, d.h., sie wird nur dann grün, wenn der Taster betätigt wird.

Abartigerweise konnte man nur sicher, d.h. ohne gleichzeitig fahrende Autos, diese Kreuzung überqueren, wenn man einen bestimmten Abschnitt der Rotphase der Autos nutzte. Natürlich kann man das Kindern gegenüber nicht einmal erwähnen und auch nicht praktizieren, wenn Kinder in der Nähe sind. Also musste was geschehen.

Dieser Fußgängerüberweg ist - nebenbei und doch mit vollem Entsetzen gesagt - auch noch Teil des offiziellen Schulwegplans gewesen, den die Grundschule in Absprache mit der Stadt und der Polizei den ABC-Schützen am ersten Schultag ausgehändigt hat. Das Motto lautete: "Sicher zur Schule!"

Nachdem etliche mehr oder weniger glimpfliche Unfälle passiert sind (auch ich, die ich nun wirklich nicht leicht zu übersehen bin, wurde schon von einem Auto erfasst, mir ist aber nichts Schlimmes passiert) und schließlich einen alte Frau sogar tot gefahren wurde, habe ich alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt.

Vorsprache bei der Stadt - sie sind nicht zuständig, da es sich um einen Bundesstraße handelt. Ach - und die Bürger, die gefährdet sind? Und die Nebenstraßen, die zu dieser Kreuzung gehören? Also gut, man wolle sehen.

Straßenverkehrsamt: niemand ist da zuständig.

Beim Ordnungsmat erhielt ich die Auskunft, dass eine Kreuzung erst dann als Unfallschwerpunkt zählt, wenn innerhalb eines Jahres drei schwere Unfälle der gleichen Art passieren. Ich habe darauf hingewwiesen, dass ich keine Lust hätte, abzuwarten, ob es denn noch zwei Menschen binnen dieses Jahres nicht schafften, die Kreuzung lebend zu überqueren.

Also ich mit der Rektorin der Grundschule einen Termin ausgemacht. Sie war entsetzt ob der Gefahren, hat sich das selber auch noch angeschaut und daraufhin sofort den Plan geändert und mit der Stadt bzw. der Polizei deswegen gesprochen.

Dann habe ich die Zeitung "Eltern for family" alarmiert und die haben dann einen Bildartikel über diese Zustände gebracht.

Die Stadt hat mich darauf hingewiesen, dass doch da eine gelbe Signallampe blinkt, wenn ein Fußgänger unterwegs ist. Dann wüssten die Autofahrer doch Bescheid. Jaha...aber ob sie sich bitte mal den Standort der Blinkelampe anschauen möchten? Extrem ungünstig gelegen war die. Wenn man die Lampe sah, hatte man im Zweifelsfall den Fußgänger schon überfahren. O - ja, das müssen wir dann sofort ändern - haben sie auch gemacht.

Mittlerweile wurde die Straße vom Bund an die Stadt zurückgegeben. Die Ampelschaltung könne nicht geändert werden, weil sonst der ganze Verkehr zusammenbricht (Quatsch - für den Verkehr insgesamt ist es unerheblich, ob die Autos vor der Ampel warten, bis die Fußgänger weg sind oder ob sie direkt an der Furt solnage stehen). Allerdings wurde eine Bake versetzt (die hatte ich auch bemängelt, weil sie kleine Kinder total verdeckte), die Blinklampen günstiger platziert und vor allem: diese Kreuzung wird wesentlich weniger benutzt von den Fußgängern. Außerdem hat man eine Umgehungsstraße eröffnet (da war die Bauzeit übrigens gute 30 Jahre), was auch zu einer kräftigen Reduzierung des Autoverkehrs an dieser Ecke geführt hat.

Langer Rede kurzer Sinn: solche Fehlentscheidungen - vor allem zu Lasten von Kindern und anderen Personen, die sich nicht so richtig wehren können - wird es wohl immer wieder geben.

Trotzdem finde ich es wichtig, sie nicht einfach hinzunehmen. Auch, wenn man vielleicht keine Änderung bewirken kann: das Gefühl, es wenigstens versucht zu haben, ist schon ein gutes.

Ich hoffe, dass zukünftig Entscheidungen besser bedacht und überprüft werden.

Viele Grüße,

Ulrike
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  #4  
Alt 27.10.2005, 14:37
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Emaranda Emaranda ist offline
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AW: Stadt "muss" mal wieder sparen: Auf Kosten von Schulkindern!

Zitat:
Zitat von Calamitylilly
Gibts bei euch keinen Stadtteil-Vertreter oder sowas?
Die haben auch noch ein Wörtchen mitzureden,
muß es dann nicht auch noch ein öffentliches Anhörungsverfahren oder so geben???
Einwohnerversammlung?
Doch, die gibt es hier natürlich, aber teilweise haben die sich den Mund fusselig geredet, oder schlicht keinen Bock drauf. Kommt halt ganz drauf an, wer grad das Sagen hat.

Ich finde es unmöglich dass die Ampel wegsoll. Selbst als Erwachsener hat man manchmal seine liebe Not die Andere Strassenseite zu erreichen. Zugegeben, wenn die Schule aus ist, ist der Verkehr nicht mehr so schlimm, wobei sich das gegen 17 Uhr nochmal ändert, aber während der Schulzeit ist wirklich sehr viel Verkehr und zumindest in der Zeit kann man gerade vor der Schule nicht auf die Ampel verzichten, finde ich zumindest.

Ich habe mir jetzt mal den "Spass" erlaubt und für fünf Minuten die Autos gezählt, es war allerdings Mittagszeit und der Hauptverkehr schon vorbei und wirklich nicht viel los : 2 Busse, 1 LKW, 3 Kleintransporter, 3 Motorräder und 42 PKW! Soviel zum Thema geringes Verkehrsaufkommen.
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  #5  
Alt 27.10.2005, 14:53
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AW: Stadt "muss" mal wieder sparen: Auf Kosten von Schulkindern!

Hallo Ulme,

ach, es könnte sich glatt um die gleiche Strasse handeln. Bei besagter Ampel handelt es sich auch um eine Bedarfsampel und die Strecke gehört auch zum offiziellen Schulweg. Nach den Sommerferien wird dort auch stets von der Polizei Verkehrsunterricht durchgeführt. Oben an der Kreuzug werden die Kinder und Unsereins immer schön durch Busse oder LKW´s verdeckt, so dass die, die aus der einen Strasse rausgeschossen kommen, um noch schnell über den Bahnübergang zu kommen immer gerne mal einen umsemmeln.

Eine Umgehungsstrasse war vor Jaaaaaaaaahren ja auch geplant gewesen, aber dem damaligen "Oberboss" hier gefiel ein Flecken auf der dafür vorgesehenen Fläche anscheinend so gut, dass er dort ein Haus gebaut hat. Kölscher Klüngel lässt grüssen. Mittlerweile ist da natürlich alles vollgebaut. Dann hies es mal dass die Strasse zu einer Einbahnstrasse gemacht werden sollte, was auch wieder irgendwem nicht gepasst hat. Es sollte sogar mal eine Fussgängerzone draus gemacht werden, was allerdings auch völlig daneben gewesen wäre. Der grösste Knaller waren allerdings die Strassenhubbel, die den Verkehr beruhigen sollten. Die sind so flach, dass sich alle gefragt haben was das überhaupt ist, diese komischen zwei Streifen auf der Strasse, evtl. moderne Kunst für 10.000 DM???

Tja, das Geld liegt halt auf der Strasse!
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