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Alt 21.09.2005, 08:57
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nowak nowak ist offline   Administrator
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AW: Hemdkragen - Wie schafft man genaue Nähte?

Ich wollte jetzt Heike schon vorschlagen es ihr heute persönlich zu erklären, aber wenn es noch jemand wissen will, muß ich doch tippen.

Wie Ellen nähe ich zuerst den Kragen fertig und steppe ihn ab.
Danach bügle ich am inneren Kragensteg die Nahtzugabe an der Ausschnittseite nach links um. Dabei nehme ich so einen Millimeter weniger als die NZG angeschnitten ist, wodurch der Kragensteg innen etwas breiter wird. Ist der Stoff sehr flutschig (z.B. Seidensatin) klebe ich diese Bügelung punktuell mit Wondertape an.

Dann lege ich die Stegteile rechts auf rechts und fasse dabei den Kragen zwischen. Dann steppe ich die Rundung, den zwischengfassten Kragen entlang und die andere Rundung. Schablone benutze ich keine, weil ich mit auch nicht besser nähe als einfach an der eingezeichneten Nahtline. Nadeln nähen auch durch Pappe. Wenn beide Rundungen gaaanz identisch werden sollen, kann man jeweils von der Mitte nach Außen steppen, weil nur so der Stoff identisch in die Maschine läuft. Aber mit der minimalen Abweichung kann ich leben, zumal je eh die Seite mit dem Knopf drunter liegt.

NZG ensprechend beschneiden, auseinanderbügeln (über Kochlöffelstiel) und dann auf rechts wenden. Durch das vorherige Auseinanderbügeln brauche ich hinterher (meist) keine Schablone, sondern der Stoff legt sich ganz brav in der Nahtlinie um. Danach absteppen.

Wichtig ist, die NZG der Ausschnittseite des Steges nicht mit abzusteppen.

Dann den äußeren Steg rechts auf rechts an den Kragen legen, eventuelle (oder scheinbare) Mehrweite des Hemdes verteilen, dabei die Schulterpaßzeichen so vorhanden beachten. Ich hatte noch nie Probleme, das ohne Kräusel unterzubekommen. Ansteppen.

NZG passend beschneiden (gestuft, einknipsen,...) und in den Kragensteg bügeln. Den bereits umgebügelten Innensteg mit Wondertape festkleben und von Außen absteppen.

Das knapp absteppen klappt bei mir gut, seit ich 1. Gradstichplatte und Fuß (manchmal auch den offenen Stickfuß für die Rundungen, weil man mit dem besser drehen kann) benutze und 2. meine Maschine mal wirklich gut eingestellt wurde.
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Gruß, marion



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