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la.schnute 08.05.2012 11:49

Blusenschnitt nach Hofenbitzer/Müller & Sohn - oder doch ganz anders?
 
Hallo,

ich habe vor ein paar Monaten das Buch "Schnittkonstruktion in der Damenmode" von Hofenbitzer gekauft, da ich mich nach ein paar Burda-und "Freestyle"-Schnitten nun auch an eigene (und durchdachte :)) Schnittkonstruktionen wagen wollte.

Ein Rock anhand der Schnittentwicklung aus dem Buch hat schon ganz gut hingehauen - nun soll das nächste Projekt die Entwicklung eines legeren Oberteil-Grundschnitts sein, aus dem ich dann Blusen und Tuniken erstellen kann. Dazu habe ich auch die Abnäher vorn und hinten zugelegt, bzw. als kleine Mehrweite in der Schulter und im Armloch gelassen (so wie im Buch empfohlen - obwohl ich das auch sehr verwirrend beschrieben fand).

Allerdings bin ich langsam am Verzweifeln...der erste Schnitt saß überhaupt nicht; nach Änderungen wurde es nur schlimmer, daraufhin hab ich mich nochmal (mit Hilfe einer anderen Person:)) ausmessen lassen, wieder wie wild konstruiert und geändert und getan - mit dem Ergebnis, dass es immer noch mistig sitzt!!! :mad:

Das Problem scheinen Ärmel und Armloch zu sein (habe dazu Ärmel mit hoher Kugel konstruiert). Lasse ich die Arme hängen, wirkt das OT im Schulterbereich zu groß, d.h. der Ärmelansatz sitzt zu weit außen; strecke ich die Arme nach vorn oder nach hinten, habe ich aber nicht viel Spiel und es spannt schnell über Rücken/Brust und im hinteren Armbereich.

Nun hab ich in anderen Beiträgen auch schon gelesen, dass Müller & Sohn bzw. Hofenbitzer auch nicht immer die besten und anwenderfreundlichsten Systeme sind...Das Ding ist ja: ich hab in meinem Kleiderschrank ein paar Blusen und Tuniken von H&M und Esprit, die alle schicki sitzen, ohne Abnäher hinten und vorn höchstens ein kleiner Brustabnäher, aber kein Schulterabnäher. Nun habe ich schon überlegt, einfach so ein billiges H&M-Teil aufzutrennen und abzupausen um endlich mal an nen gut sitzenden Schnitt zu kommen - allerdings sollte doch ein Schnitt nach MEINEN Maßen tausendmal besser sitzen. Warum tut er das nicht?

Habt ihr vielleicht Tips für die beschriebenen Passprobleme? (Hatte schon an Armdurchmesser gedacht, der vorn zu 1/3 und hinten zu 2/3 einfließt - bei anderen Systeme hab ich schon 1/2 und 1/2 gesehen.)
Könnte das mit dem Auftrennen gut sitzender Kleiderschrankklamotten funktionieren?...So langsam reißt mir nämlich mein letzter Geduldsfaden. ;)

Hoffe auf Hilfe und grüße euch

xpeti 08.05.2012 11:59

AW: Blusenschnitt nach Hofenbitzer/Müller & Sohn - oder doch ganz anders?
 
Hallo,
ich habe mir auch ein legeres Oberteil -Shirt- ohne Abnäher konstruiert und dabei die flache Armkugel genommen wie es auch angegeben ist. Das hat eigentlich geklappt.
Kann jetzt gerade nicht nachblättern ..., aber ist denn der legere Schnitt für eine Bluse empfohlen worden??

LG peti

lotos.bluete 08.05.2012 12:49

AW: Blusenschnitt nach Hofenbitzer/Müller & Sohn - oder doch ganz anders?
 
Ich habe meinen Blusen-Grundschnitt nach Hofenbitzer/Müller & Sohn konstruiert. Gut, ich hatte anfangs auch einige Probleme, weil ich im Gegensatz zu meinem recht gut bestückten Vorbau einen sehr schmalen Rücken habe. Das wusste ich jedoch aus meinem Schnittkonstruktionskurs und musste halt nachträglich noch einiges ändern. Hofenbitzer arbeitet ja nur nach Normmaßen/-größen und lässt solche Problemfälle wie meinen weg - daher kann nicht unbedingt alles auf Anhieb sitzen. Ich habe den Oberteilgrundschnitt (mit Abnähern) mit halbhoher Kugel verwendet und da hatte ich mit den Ärmeln/Armlöchern keine Probleme. Vielleicht solltest du es noch mal mit der halbhohen Kugel versuchen? Ich habe das Buch gerade nicht vorliegen, daher schließe ich mich der Frage von xpeti an: Ist der legere Grundschnitt überhaupt für eine Bluse mit Abnähern vorgesehen?

deo 08.05.2012 13:08

AW: Blusenschnitt nach Hofenbitzer/Müller & Sohn - oder doch ganz anders?
 
Hallo,
ich kann mich den Vorschreiberinnen anschließen. Vor Jahren hatte ich auch einen Grundschnitt haben wollen und in meiner Unerfahrenheit gedacht, den aus einem Hemdblusenschnitt entwickeln zu können... das Ergebnis könnt ihr euch denken. Jetzt, aus einem körpernahen (Kleid-Grundschnitt) entwickelt, kann ich von dort aus auch legere Schnitte abwandeln, bzw. die Änderungen, die für mich nötig sind, in Konstruktionen legererer Modelle einfließen lassen.

Wünsche viel Erfolg. Dranbleiben! Es lohnt sich!

LG, Deo

la.schnute 08.05.2012 13:54

AW: Blusenschnitt nach Hofenbitzer/Müller & Sohn - oder doch ganz anders?
 
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Erstmal vielen Dank für eure schnellen Antworten.

Ich habe mich aber vielleicht auch etwas missverständlich ausgedrückt: ich habe für die Bluse nicht den untaillierten, legeren Grundschnitt ohne Abnäher genommen, sondern den taillierten OT-Grundschnitt (angegeben eben für Blusen, Jacken, Mäntel), diesen aber eben in Passformklasse 5.
Auf ein paar Seiten ist extra die Entwicklung von Blusenschnitten aus dem taillierten OT-Grundschnitt erklärt, die ich auch brav durchexerziert habe. Dort steht auch, dass hier für leger sitzende Blusen eben die Abnäher wieder zugelegt werden können, wobei ein wenig Taillierung aber erhalten bleibt. Und das ist genau das, was ich möchte; ein leicht taillierte, aber locker sitzende Sommerbluse.

Ärmel mit flacher Armkugel hab ich dazu auch versucht - da hat sich aber das Problem, dass der Armansatz zu weit "außen" sitzt, noch verschlimmert. Der Ärmel fing da dann fast auf dem Oberarm an und nicht auf der Schulter.

Auch habe ich eine relativ ebenmäßige Figur, zumindest passt mir eigentlich immer die Standard-Konfektion 34 - bis auf die Hüften, aber die sind ja nicht das Problem bei dem Blusenschnitt.

Hier mal ein paar Fotos meines selbstkonstruierten Teils (grau) und meiner Lieblingssommerbluse (hell) - Wie schaffe ich es, dass mein Schnitt im Ärmelbereich genauso gut wie die gekaufte Bluse sitzt? :confused:
Vielleicht habt ihr noch einen Tip für mich und seht gleich, wo der Stoff schief hängt??? Das wär toll!!!

Viele Grüße


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