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Pitty 04.01.2005 09:28

Transparente Stoffe - wie verarbeiten?
 
Hallo ihr Lieben,

nach einer Winterruhe zurückgekehrt, soll mich mein "erstes Projekt" gleich wieder um den Verstand bringen.

Ich habe mir einen georgetteähnlichen Stoff für ein Kleid ausgesucht und erst nach dem Zuschnitt gemerkt, was ich mir da angetan habe. Natürlich franst der Stoff und rutscht ohne Ende...;-). Vielleicht kann mir jemand etwas zum Versäubern und Verarbeiten im Allgemeinen sagen; dazu wie man das am sinnvollsten macht, denn man wird die Nähte ja durchschimmern sehen. Auch werden die Ränder zum Teil mit Schrägband eingefasst. Fraglich wie man Schrägbänder aus so einem dünnen Stoff hinbekommt......

Bislang habe ich mich vor solchen Stoffen immer gedrückt. Weil sie mir aber für den Sommer besonders gut gefallen, würde ich mich jetzt gern mit eurer Hilfe da durchbeissen. Bin für jeden Tipp danbar.

Lieben Gruß von Petra,
die auf diesem Weg auch allen ein gesegnetes, frohes neues Jahr wünscht

nowak 04.01.2005 10:06

AW: Transparente Stoffe - wie verarbeiten?
 
Ich würde an transparenten Stoffen am ehsten sog. französische Nähte machen. Dabei wird der Stoff zuerst links auf links zusammengenäht, die Nahtzugabe dann schmal, ca 3mm, zurückgeschnitten, danach rechts auf rechts gelegt und neben der jetzt innen liegenden Nahtzugabe genäht, so daß diese eingeschlossen ist.

Alternativ kannst du auch alle Nahtzugaben mit Organzaschrägband einfassen.

Overlocknähte gehen sicher auch, so wird es in der Konfektion der bezahlbaren Preisklasse meist gemacht, ist sauber, aber natürlich etwas weniger elegant.

Und Schrägband annähen geht eigentlich bei allen Stoffen ähnlich, oder?

Pitty 04.01.2005 10:48

AW: Transparente Stoffe - wie verarbeiten?
 
Hallo Marion,

lieben Dank, dass du mir den Wald gezeigt hast, den ich vor lauter Bäumen, wieder einmal, nicht gesehen hab...;-). Meine Güte, manchmal bin ich aber echt ein Schaf..... So wird es sicher gehen.

Nicht, dass das Annähen des Schrägbandes selbst ein Thema gewesen wäre. Nur, ich hasse Schrägbänder sowieso - alle - und da gruselt es mich bei so einem rutschigen Stoff ganz besonders. Frage mich, wie das zum Schluß sauber aussehen soll, bei mir...;-).

Und zum guten Schluß muss das Kleid ja auch noch ein Futter bekommen, was ich an einem Kleid mit dünnen Trägern noch nie gemacht habe. Ich sags ja: "Schaf" halt..:-). Das übt......

Liebe Grüße,
Petra

ma-san 04.01.2005 10:56

AW: Transparente Stoffe - wie verarbeiten?
 
Hallole,

von Overlockversäuberungen würde ich dir abraten bei einem solchen Stoff, es sei denn du hast meterweise Stoff über oder sehr viel Übung. Denn erfahrungsgemäß braucht es bei einem derartigen Material ziemlich lange bis man ihn optimal mit der Ovi zusammenbringt. Und wenn er Organzamäßig ist, spricht etwas Stand hat, dann stellen sich gerne ein paar Fäden auf und es kratzt ohne Ende.
Deshalb entweder Marions Vorschlag (huhu, Marion) mit den französischen Nähten oder einfassen mit Schrägband (wer einen Schrägbandfuß hat, ist hier klar im Vorteil) oder auch mit Satinband, wenn es Schmucknähte aussen sind.

LG
masan

zuckerpuppe 04.01.2005 11:40

AW: Transparente Stoffe - wie verarbeiten?
 
Zitat:

Zitat von Pitty
Nur, ich hasse Schrägbänder sowieso - alle -
und da gruselt es mich bei so einem rutschigen Stoff ganz besonders. Frage mich, wie das zum Schluß sauber aussehen soll, bei mir...;-).

Und zum guten Schluß muss das Kleid ja auch noch ein Futter bekommen, was ich an einem Kleid mit dünnen Trägern noch nie gemacht habe. Ich sags ja: "Schaf" halt..:-). Das übt......

Liebe Grüße,
Petra

Schrägbänder hassen? Die Bänder als solche? Oder das verarbeiten der Bänder?

Zum verarbeiten ist ein Schrägbandeinfasser vorteilhaft, wenn man das stecken scheut. 's braucht aber Übung, damit umzugehen (wie bei allen Näharbeiten :) )

Ich verarbeite häufig und etliche Meter Schrägband und finde für mich persönlich den Schrägbandformer von Prym (in verschiedenen "Fertig"breiten")
nützlicher als den Einfassfuß an der Maschine.

Lege einige Lagen Deines Stoffes, der für Schrägband vorgesehen ist, exakt aufeinander, steck ordentlich und dicht fest, damit nichts verrutscht und dann kannst Du mit dem Rollschneider und angelegtem Lineal ein sauberes Schrägband schneiden. Mit Hilfe des passenden Schrägbandformers und dem Bügeleisen OHNE Dampf kriegst Du saubere Falze hin, dann ist das annähen nachher ein Kinderspiel.


Zum Trägerkleid: wenn dünne Träger angesetzt sind (nicht angeschnitten), verstürzt Du Futter und Oberstoff an der oberen Kante, die Armausschnitte kannst Du mit Schrägstreifen versäubern (nach innen einschlagen, steppen oder von Hand unsichtbar annähen), die Träger ansetzen und das Ding ist gegessen. Bei angeschnittenen Träger ist die Sache etwas diffiziler

Nur Mut, das ist alles keine Hexerei

Grüße
Kerstin


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