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N!NA 28.07.2017 08:37

Hexis Teil 1 - N!NA startet ein Experiment
 
Ich habe ein Experiment gestartet.

Mich wirft seit einiger Zeit die Frage um, wie es dazu kommen kann, dass passionierte Hobbyschneiderinnen ihre Nähmaschine gegen das Handnähen eintauschen.
Sie lieben ihre Nähmaschinen, schaffen ihnen mit Hingabe einen schönen Platz mit viel Licht, zeigen ihnen die schönsten Stoffe und lassen diese von ihr Nähen und dann DAS.

Sie umwickeln Papier mit Stoff, fixieren diesen mit einigen liebevollen Stichen mit der Hand und anschließen nähen sie diese kleinen Kunstwerke mit der Hand zusammen, zu einem noch größeren Kunstwert. Die Nähmaschine wird mit Verachtung gestraft und die Hobbyschneiderin ist dennoch zufrieden, sogar glücklich und entspannt und spricht euphorisch vom neuen Yoga für ihre Hände. Stop.

Ich sage doch selbst immer, dass Nähen wie Yoga ist. Aber doch bitteschön nur mit der Nähmaschine. Wozu haben kreative und schlaue Ingenieure diese schließlich erfunden und kreieren immer wieder neue wunderbare Maschinen?! Was geschieht hier??

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<img src="http://pictures.hobbyschneiderin24.net/images/redaktion/nina/Hexis/Hexis_1a.jpg" align="left" width="400" height="334" vspace="10" hspace="20" alt="Hexis Teil 1 von N!NA" />
</a>
Zubehör für das Experiment
Bild: N!NA

</div>


Der geneigte Leser ahnt es schon, es geht um´s „liesln“, um´s „Hexis nähen“, um´s nähen von Hexagons mit der English Paper Piecing-Methode. Ein seit Jahren immer weiter um sich greifender Trend, der kein Ende zu finden scheint. Ganz im Gegenteil. Man liest von Geschichten, in denen zu Nähtreffen von entspannten, gutgelaunten, wenig Gepäck mit sich rum schleppenden Hobbyschneiderinnen gar keine Nähmaschine mehr mitgenommen wird, sondern allein mit der Hand genäht wird… Die anderen, deren teilweise beeindruckende Beladung jeden Lastenesel vor Bewunderung und Mitleid erblassen lassen würde, schleppen tapfer ihren Maschinenpark samt Zubehör in die Räume dieser Welt.
Glaubt mir, ich gehöre definitiv auch in diese Kategorie und balanciere zwischen Stoff und Nähmaschine auch noch Kuchen, Tee und andere wichtige Dinge des täglichen Lebens bei einem Nähtreffen.

Mir wurde aber im Hinblick auf die Hexis schon öfters gesagt, „Irgendwann packt es Dich auch!“ hmmmm, hmmmm, ….

Okay.

Jetzt habt ihr es geschafft.

Ich versuche diesem Phänomen auf den Grund zu gehen. Inzwischen habe ich mich seeeeehr umfassend in das Thema eingelesen, eingeguckt, eingedacht und überhaupt. Ist hier irgendeinem klar wie viele Methoden und Varianten es tatsächlich gibt um ein Hexi herzustellen?!?!

Um dem Phänomen wirklich auf den Grund zu gehen, habe ich eine kleine Versuchsreihe gestartet, an der ich Euch gerne teilhaben lassen möchte.

Zunächst einmal habe ich mir überlegt, mit welcher Größe Hexi ich gerne anfangen möchte. Nicht zu groß (das sähe ja so was von nach Anfänger und Faulheit aus, pah), nicht zu klein (also sooooo strebermäßig wollte ich jetzt auch nicht rüberkommen), … irgendwas in der Mitte wäre nicht schlecht. Nun ja, der Begriff „klein“ wird sehr unterschiedlich ausgelegt und interpretiert. Am Ende hat mich die Größe 4cm Seitenlänge bzw. 6cm Diagonale Überzeugt.


So, eine Vorlage für meine Größe war im Netz schnell gefunden, ausdrucken, ausschneiden, nähen. Das müsste doch jetzt schnell gehen… Denkste!

Welches Papier ist den bitte das Ideale? Fragen über Fragen bei jedem Schritt. Ich wollte dem Phänomen ja auf den Grund gehen…

Also habe ich zunächst folgendes getestet:
- Papier in den Stärken: 80g/m² und 160g/m² mit und ohne Loch.
- Nähen oder Textilkleber

<div style="float:right; text-align: center">
<img src="http://pictures.hobbyschneiderin24.net/images/redaktion/nina/Hexis/Hexis_1b.jpg" align="left" width="500" height="245" vspace="10" hspace="20" alt="Hexis Teil 1 von N!NA" /></a>
Vergleich der Papierstärken
Bild: N!NA

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Bei Nähen hat sich das 160g/m² Papier schnell als Favorit herausgestellt. Meine Hexis werden mit diesem Papier exakter. Es fällt mir leichter die Kanten passgenau umzulegen und das Werkstück liegt einfach besser in der Hand. Beim Textilkleber war der Unterschied etwas geringer, aber dennoch spürbar. Mein klarer Favorit beim Papier ist das 160g/m² Papier.

Bei der Frage Nähen oder Kleben fand ich das Nähen mit der Hand gar nicht soooo dramatisch. Allerdings hat sich bei mir keine Entspannung eingestellt. Positiv überrascht war ich, wie schnell doch so einige Hexis zusammenkommen.

Kleben hingegen ging wahnsinnig schnell. Während ich verfolgte wie Mr. Darcy mit seiner Liebe zu Elizabeth rang, entstanden in Rekordzeit zahlreiche Hexis. Diese Schnelligkeit für mich Ungeübte bei dieser Technik hat mich verblüfft. Allerdings habe ich das Gefühlt, dass der Textilkleber ein sehr schnell verbrauchtes Produkt bei solchen Aktionen ist. Ein Nachfüller war dabei und liegt schon bereit. Weitere Nachfüller werde ich im Laufe meines Experimentes sicherlich noch brauchen und gehe deshalb gleich besser einkaufen.

<div style="float:left; text-align: center">
<img src="http://pictures.hobbyschneiderin24.net/images/redaktion/nina/Hexis/Hexis_1c.jpg" align="left" width="500" height="360" vspace="10" hspace="20" alt="Hexis Teil 1 von N!NA" />
</a>
Vergleich Hexis von Hand und mit Textilkleber
Bild: N!NA

</div>

Nun müssen die geklebten Hexis bzw. der Kleber trocknen. Den aktuellen Trocknungszustand konnte man sehr gut anhand der Blaufärbung des Stoffes erkennen. Mein Textilkleber ist blau und je blasser das Blau wurde umso mehr war der Kleber getrocknet. Als ich keinen Schimmer Blau mehr entdecken konnte, war der Kleber tatsächlich vollständig getrocknet. Eine sehr praktische Eigenschaft. Sicherheitshalber werden jetzt sämtliche Test-Hexis - egal welche Technik oder Material - gebügelt.

Auch beim Nähen werde ich unterschiedliche Methoden ausprobieren und Euch davon berichten.


- Nähen mit der Hand (Überwendlichstich)
- Nähen mit der NäMa mit unsichtbaren Garn in zwei Varianten
- Nähen mit der NäMa ohne vorheriges PaperPiecing mit normalem Nähfaden


Habt Ihr weitere Ideen was man testen könnte?

Viele Grüße,
N!NA

Quälgeist 28.07.2017 08:42

AW: Hexis Teil 1 - N!NA startet ein Experiment
 
köstlich. ich hatte beim lesen gerade ein breites grinsen im gesicht :)
bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird.

fegagi 28.07.2017 09:57

AW: Hexis Teil 1 - N!NA startet ein Experiment
 
:D Ich auch...
...und hat mich neugierig aufs Weiterlesen und verfolgen gemacht.
Vielen Dank.

farbenfreak 28.07.2017 10:08

AW: Hexis Teil 1 - N!NA startet ein Experiment
 
Ich sag ja immer ......... Sag niemals nie :D

Ich hab meine erste Lieseldecke vor einigen Jahren schon genäht. Damals ein klassischer Blumengarten mit hexis von 3,5 cm kantenlänge.

Dazwischen hab ich andere Muster, nicht nur mit hexis sondern auch mit Rechteck, Raute und Quadrat getestet. Mehr oder weniger erfolgreich.

Im Moment bin ich dabei, hexis mit 1,5 cm kantenlänge zu nähen. Vorwiegend beim Friseur oder beim Arzt. Das vertreibt so schön die Langeweile beim warten und macht die Menschen um einen herum neugierig.

Was ich noch nie benutzt hab ist der Kleber. Darf ich fragen, welchen du da nimmst? Ich kenne nur den gelben klebestift. Blauen Kleber hab ich noch nie gesehen.

lea 28.07.2017 10:09

AW: Hexis Teil 1 - N!NA startet ein Experiment
 
Danke - jetzt weiss ich endlich auch mal, was "lieseln" ist.
Lea


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